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Äthiopien: African Queen

Äthiopien ist die Heimat des Kaffees. In zwei – durch den großen Grabenbruch getrennten – Gebieten liegen die genetischen Ursprungszonen der Coffea Arabica.

Dort finden sich Kaffees als wild wachsende Varietäten (äthiopischer Mokka) von großer genetischer Bandbreite und – vergleichbar unseren heimischen Walderdbeeren – mit einem einzigartig intensiven Aroma des Kaffees in der Tasse. Die fruchtigen Kaffees mit Noten von Waldbeeren, Blüten (Jasmin) und Kakao zeichnen sich klar vor allen anderen Kaffees ab und haben diesem Kaffeegeschmack den Namen „Mokka“ eingebracht (da die äthiopischen Kaffees lange Zeit über die jemenitische Hafenstadt Mocha verschifft und gehandelt wurden). So werden Kaffees mit intensiven Kakaotönen bis heute weltweit als „Mocha“ oder „Mokka“ bezeichnet. Daher trägt auch der in den USA sehr beliebte Cappuccino mit Schokoladenanteil den Namen „Caffè Mocha“.

Die Entdeckung des Kaffees und seiner Wirkung wird ebenfalls einem Äthiopier zugeschrieben. Ein Ziegenhirte namens Kaldi soll der Sage nach bei seinen Ziegen nach dem Verzehr roter Kirschen eines unbekannten Strauches (eines Kaffeestrauches) eine gesteigerte Belebtheit festgestellt haben. Kaldi brachte die Früchte des Strauches in ein nahe gelegenes Kloster und berichtete den Mönchen von seiner Beobachtung. Neugierig geworden, versuchten die Mönche die Früchte und stellten fest, wie sie selbst hellwach und konzentriert waren. Der Kaffee als Kraft gebender Trank war entdeckt.

Äthiopien ist zugleich das einzige Land weltweit, das eine Kaffeezeremonie besitzt. Nirgendwo sonst besteht ein festes Ritual, das zu Ehren von Gästen Kaffee bereitet. Dies ist insofern besonders interessant, als der Kaffee mit Ausnahme der gegenwärtigen Neuzeit an allen Orten und zu allen Zeiten ein Luxusgut war, das höchste Anerkennung besaß und für dessen Zubereitung immer weiter verfeinerte Verfahren entwickelt wurden. Interessant, warum sich vor diesem Hintergrund keine weiteren Kaffeezeremonien entwickelt haben. Doch zurück zur äthiopischen Kaffeezeremonie. Zunächst werden Gräser auf dem Boden verstreut, in Bürogebäuden in Addis Abeba habe ich die Zeremonie auch schon auf Kunstrasenmatten genießen dürfen, anschließend wird vor den in einem Halbkreis sitzenden Gästen das Feuer entzündet und später ein Kohlenstück diesem Feuers entnommen und in ein Tonschälchen mit Weihrauch gegeben. Besonders in geschlossenen Räumen, zum Beispiel in Eingangshallen oder Frühstücksräumen von Hotels, kann der entstehende Rauch den Teilnehmern wirklich zu schaffen machen – persönlich empfinde ich die Kaffeezeremonien unter freiem Himmel daher als wesentlich angenehmer. In einer flachen Metallschale, der „Breth-Metad“, werden grüne Kaffeebohnen gegeben und geröstet. Die Bohnen werden dabei mit einem Metallschieber bewegt und gewendet. Meist entsteht ein sehr ungleiches Röstbild aus einer Mischung von sehr dunklen, mittleren und hellen Bohnen, die häufig Stellen intensiver Röstung aufweisen. Die gerösteten Kaffeebohnen werden nach der Röstung zunächst in einer Tonschale mit Handgriff den Gästen präsentiert, die sich dabei den Duft der frisch gerösteten Kaffeebohnen zufächern. Meist wird der Tradition folgend dreimal mit der Hand der aufsteigende Duft zugefächert. Nach der Präsentation werden die Kaffeebohnen in einem Holzmörser („Mukecha“) zerstampft und anschließend in eine Tonkanne, die „Jebena“ gegeben, in der zuvor Wasser erhitzt wurde. Die „Jebena“ steht dabei im Kohleglutnest und siedet langsam vor sich hin. Der Kaffee wird anschließend in kleine Tonbecher (inzwischen handelt es sich dabei um aus China stammende Keramikschälchen) abgefüllt und den Gästen dargereicht. Sehr häufig gibt es dazu in ländlichen Gebieten verschiedene frische Kräuter, die dem Kaffee vor dem Verzehr zugesetzt werden. Eine für westliche Gaumen herausfordernde Praxis, die wesentliche Charakteristiken des Kaffees überdeckt. Die häufig intensiv seifig, parfümartig schmeckenden frischen Kräuter bilden dabei keine erkennbare Harmonie mit dem Kaffee. Bereits während des Präsentierens der Kaffeebohnen wird auf der „Breth- Metad“ im verbleibendem Kaffeeöl der zuvor frisch gerösteten Bohnen Popcorn zubereitet. Dieses wird meist neutral oder leicht gesalzen zum Kaffees gereicht – in seltenen Fällen handelte es sich auch um leicht gesüßtes Popcorn. Ich habe diese Zeremonie selbst mehrfach erlebt (in verschiedensten Regionen Äthiopiens sowie auch in mehreren europäischen Ländern) und empfinde sie in ihrer detaillierten Art bis heute sehr beeindruckend. Hinzu kommt, dass der Kaffee einen zumeist außergewöhnlich guten Geschmack besitzt, obwohl viele der Praktiken in keiner Weise das Entstehen einer balancierten Tasse Kaffee begünstigen. So ist die Röstung vollkommen inhomogen, das Mörsen des Kaffees inkonsistent, das Wasser zu heiß und der Kaffee – sowohl als Rohkaffee sowie als Röstkaffee – zu frisch nach der Ernte oder der Röstung und dennoch ist es, als heben sich die diversen Fehler untereinander in vielfacher Weise auf.

Sicherlich ist dies auch der emotionalen Situation geschuldet – aber es gibt auch wissenschaftlich tragfähige Erklärungen. Kurzum – Äthiopien ist ein Land, das jeder Kaffeebegeisterte zu besuchen erwägen sollte. Es ist das wohl einzige Kaffee-Erzeugerland, in dem man an fast allen Orten einen guten bis sehr guten Kaffee trinken kann. Auch sollte man die alten Kaffeebars mit italienischem Einfluss nahe des Maskal-Platzes nicht versäumen. Die Kaffees stammen aus inzwischen bis zu 20 verschiedenen Regionen, von denen drei einen klar beherrschenden Charakter haben: Harrar, Sidamo und Yirgacheffe. Mein persönlicher Favorit bleibt dabei eine erst sehr spät als eigenständig anerkannte Kaffeeregion – das Arsi-Oromo-Gebiet in der Gegend von Gololcha. Durch die Handelspolitik des Landes wurde dieser Kaffee lange Zeit mit diversen anderen Kaffeeprovenienzen und -qualitäten gemischt und als „Jimma 5“ angeboten, was zu den niedrigsten Qualitäten des Landes zählte. Gleiches galt für den inzwischen berühmten und beliebten äthiopischen „Wildkaffee“, der meist aus der Bonga-Region stammt. Auch dieser wurde als unbekannter Kaffee, der nicht einem der traditionellen Anbaugebiete entstammte und zugeordnet werden konnte, mit allen anderen Provenienzen und Qualitäten versetzt und als „Jimma 5“ klassifiziert. Dies war auch der Grund, warum einige der Spezialitätenkaffees aus Äthiopien so lange unentdeckt blieben.

Äthiopien darf also zu Recht als eine der bedeutendsten Kaffeenationen bezeichnet werden – mit eigenen Kaffeevarietäten, -regionen und einer einzigartigen und selbstständigen Kaffeezeremonie. Auch bei uns in Deutschland kann man diese Zeremonie erleben. Viele Exil-Äthiopier rösten zu Hause ihren eigenen Kaffee und laden gerne und mit viel Stolz Gäste zum Kaffeezeremoniell ein. Und so bieten immer häufiger Äthiopier und Eritreer bundesweit diverse Kaffeezeremonien für Jedermann. Eine Zeremonie, die niemand aus der Kaffeebranche vergisst oder nicht kennen sollte.

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Autor: Dr. Steffen Schwarz
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